100 – Der Traum vom Glück

Veröffentlicht: 4. Mai 2011 in Schreibtischtäter

Nein, ich werde jetzt nicht pathetisch. Oder, vielleicht doch. Aber wenn, dann nicht so wie man denken könnte, wenn man den Titel dieses Beitrags liest. Es geht nämlich um ein Stipendium, das ich (wieder-)entdeckt habe: Inselschreiber auf Sylt. Eine großartige Vorstellung: Acht Wochen in einem 2-Zimmer-Apartment auf Sylt wohnen müssen, und eine einzige Lesung halten – und ansonsten zu nichts verpflichtet zu sein außer zum Schreiben. Und es gibt auch noch Geld dafür! Als ich die Ausschreibung vor etwa vier Jahren zum ersten Mal entdeckte, hätte ich mich am liebsten sofort beworben. Der Haken an der Sache: Um sich überhaupt bewerben zu dürfen, muss man in Buchform veröffentlicht haben. Das hatte ich damals nicht – heute sieht das anders aus. Jetzt steht einer Bewerbung um das Inselschreiber-Stipendium 2012 kaum noch etwas im Weg.

Kaum, das sage ich deshalb, weil es da noch zwei Dinge sind, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Erstens: Bin ich literarisch hochwertig genug, um bei so einem Stipendium überhaupt eine Chance zu haben? Würden die jemanden nehmen, der heutzutage Vampirromane und Jugendbücher über böse Rumfliegefeen schreibt? Und zweitens (und wichtigerens): Es gibt eine Aufgabe. Nämlich ein vierseitiges Essay zum Thema „Der Traum vom Glück“. Und wenn ich mir die Gewinnertexte der vergangenen Jahre so anschaue, dann sollte dieser Text natürlich mit einigem an Sprachkunst geschrieben sein, geistreich und am besten noch auf eine kluge Art witzig. Und das ist vermutlich das größte Problem an der ganzen Sache: Fällt mir zu diesem Thema überhaupt etwas ein, das die Chance hat, diesen Kriterien gerecht zu werden? Wie macht man das überhaupt? Also, ich würde es auf jeden Fall versuchen wollen – ich hab ja nichts zu verlieren. Aber es wäre nett, mir zumindest einbilden zu können, dass der Versuch nicht völlig hoffnungslos ist.

Was also schreibt man zum „Traum vom Glück“, und vor allem: Wie schreibt man es? Ich meine, ich könnte mich hinsetzen und einfach losschreiben, was der Kopf so ausspuckt. Ähnlich wie ich es bei Blogeinträgen auch mache. Ich erzähle einfach, so und so und hier und da, bla bla, was ich mir so denke wenn ich die Worte „träumen“ und „Glück“ höre. Keine Frage, da bekomme ich sicher leicht vier Seiten voll. Aber ist das dann schon ein Essay?

Nu ja, ich denke, ich werde es einfach mal probieren. Und falls irgendjemand von euch Denkanstöße haben sollte: Nur immer her damit! 😉

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Kommentare
  1. Drachenfeder sagt:

    Das hört sich großartig an! Mensch Süße, wenn dir das zusagt und du dafür bereit bist 8 Wochen fort zu fahren, dann mach das. Zum Thema Glück kann man doch auch so viel schreiben. Es gibt so viele Arten von Glück und auch der Weg dort hin ist so vielseitig. Aus eigener Erfahrung, kann ich auch sagen, dass der Abstand zum Alltag und dem Leben hier + Meer dem Schreiberling Flügel wachsen lässt. Wenn du dort bist kommt bestimmt alles von alleine. Du solltest dich auch nicht so mit den bis jetzt Geschriebenen Sachen vergleichen. DU kannst das! *Mutmachcocktailrüberschieb* <– und Erfolgskirsche drauf setz

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