Archiv für die Kategorie ‘Arbeit und das leidige Geld’

Ja, ich weiß: Ich wollte schon gestern berichten, wie die Lesung war. Aber gestern habe ich es einfach nicht geschafft. Ich habe aufgeräumt, war in der Stadt und habe abends eine Privatlesung für eine Freundin gehalten, die es am Donnerstag leider nicht ins Café geschafft hat.

Der Bericht über die Lesung steht aber jetzt auf der Homepage. Danke an alle, die da waren, und danke auch an alle, die nicht kommen konnten, aber trotzdem an mich gedacht haben! Die positive Energie ist angekommen! Ich kann mich zwar kaum an den Teil des Abends erinnern, wo ich gelesen habe, aber ich habe mir sagen lassen, es war ganz gut. 😉

Jetzt stehen in näherer Zukunft erstmal keine aufregenden Ereignisse auf dem Terminplan – zum Glück, wenn ich ehrlich bin. So kann ich mich jetzt wieder ganz aufs Arbeiten konzentrieren. Morgen soll die Wolfsgeschichte fertig werden, danach geht es wieder an die Vampire, für die ich mir noch bis Ende April Zeit gebe. Nebenbei will ich drei Entwürfe für einen möglichen Nachfolger der Obsidianstadt ausarbeiten. Und nebenbei steht noch der Verlängerungsantrag für den Gründungszuschuss auf dem Programm. Zu tun gibt es also genug. Ich setze mich wohl besser gleich dran.

Also, bis die Tage! Passt auf euch auf!

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Gestern habe ich tatsächlich noch ein bisschen was geschrieben. Zwar keinen Großbrand mehr gelegt, aber doch immerhin ein Gehirn zu Mus geschmurgelt. Realistisch betrachtet, ist der Großbrand auch noch viel zu weit weg, als dass ich ihn gestern hätte schaffen können. Heute vielleicht. Oder morgen. Egal. Hauptsache, es geht ein bisschen voran.

Heute habe ich allerdings nicht so arg viel Zeit fürs Schreiben – ich muss nämlich ins Café, zum Arbeiten. Seit meiner Genesung zum ersten Mal wieder. Wäre ja im Prinzip auch kein Problem, ein bisschen Geld nebenher schadet ja auch nicht. Wenn ich nur nicht bloß immer noch so schnell kaputt wäre. Wenn ich nicht wüsste, dass die Sonntagnachmittage zur Zeit immer echt stressig sind im Café. Und wenn meine Lunge endlich einsehen würde, dass ich wieder gesund bin. Ich huste zwar kaum, aber ich hab seit Tagen so ein blödes Gefühl von Kurzatmigkeit, so als bräuchte es immer eine Extra-Anstrengung um richtig durchzuatmen, als würde ein normaler Atemzug meine Lunge nicht richtig voll machen. Das ist nervig und trägt nicht gerade dazu bei, dass ich mich richtig wohl fühle.

Aber wer weiß, vielleicht hilft es ja, mal wieder richtig in Schwung zu kommen. Vielleicht muss mein Körper auch bloß mal merken, dass es jetzt vorbei ist mit der Rumhängerei. Sonst komme ich nie wieder richtig auf Trab. Mal sehen. Ich werde berichten, wie es mir ergangen ist.

47 – Arbeit, Arbeit

Veröffentlicht: 9. Januar 2011 in Arbeit und das leidige Geld

Es ist ja nun leider nicht so, dass ich wirklich und ernsthaft nur vom Schreiben leben würde im Moment. Obwohl ich zur Zeit nicht unbedingt darauf angewiesen wäre, habe ich immer noch diesen Job im Cafe bei mir um die Ecke. Und eigentlich arbeite ich auch ganz gern da. Die Kollegen sind nett, und ich komme mal raus, jetzt im Winter ist auch nicht so arg viel zu tun …

Gestern allerdings hätten sie mich fast totgekriegt. Eigentlich war ich als „Unterstützung“ geplant, ab 15 Uhr so lange wie ich benötigt werde.

Jaha.

Anfangs war auch alles noch ganz entspannt, die erste Reservierung mit 18 Leuten kam um 16 Uhr, bis dahin hatten wir alles vorbereitet und auch schonmal die Küche klarschiff gemacht vom Frühstücksgeschäft. Grundsätzlich hätte das ein entspannter Abend werden können, ich um 20 Uhr nach Hause, noch was schreiben, alles gut.

Aber von wegen. Es war ja auch noch ein Konzert gestern in der nahgelegenen Oetker-Halle, das uns einerseits gegen 19 Uhr quengelnde Kunden bescherte, die UNBEDINGT GANZ SCHNELL ihr Essen auf dem Tisch haben mussten, und andererseits hartnäckige Proseccotrinker nach dem Konzert, die die Tische belegten und uns bis fast um Mitternacht daran hinderten, einen Teil der Tafeln für die immerhin insgesamt 97 reservierten Plätze fürs heutige Frühstücksbuffet aufzubauen und einzudecken.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit früh nach Hause war nix, um 1 Uhr nachts hatten wir endlich Feierabend, ich war nach 10 Stunden Arbeit ohne Pause völlig und endgültig platt – und ich habe wirklich und ehrlich so gar keine Lust, da heute um 14.30 Uhr schon wieder auf der Matte zu stehen. Aber wie es aussieht, habe ich wohl keine Wahl … Also, Zähne zusammenbeißen und durch – und freuen, dass es jetzt nur noch 47 Tage sind, und der heutige sicher auch ganz schnell vorbei ist.

Ich weiß, ich weiß … den meisten von euch erzähle ich damit nichts Neues. Aber ich bin so aufgeregt, ich konnte letzte Nacht schon kaum schlafen. Denn morgen ist Stichtag. Deadline. Tag der Entscheidung. Die Antwort auf die Frage: Was passiert mit den Feen? Wo erscheinen sie? Wann erscheinen sie? Und noch mehr: Wie viel Schotter gibt’s dafür? Jaja, auch das Künstlerherz schlägt manchmal fürs Materielle. Ich geb’s ja zu. 😉

Alldieweil habe ich mir noch ein paar gute Vorsätze ausgedacht, um meinen Finanzstatus weiter abzusichern. Mit Vampiren und Feen in Kombination sieht es ja schon mal ganz gut aus für die zweite Staffel Selbstständigenförderung vom Arbeitsamt – was aber nicht ganz darüber hinwegtrösten kann, dass es auch im besten Fall ab April 400€ weniger sind, die monatlich aufs Konto kommen. Mit Honorarvorschuss und allem wird es wahrscheinlich trotzdem noch ein Weilchen gut gehen, aber das Finanzloch ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Vor allem, da ich noch auf die Rückmeldung von der Künstlersozialkasse warte und bis dahin meine Krankenversicherung richtig richtig a****teuer ist. Daher, die Vorsätze und Pläne.

Der erste ist, jetzt sofort, nachdem ich diesen Eintrag beendet habe, beim Finanzamt anzurufen und mal wegen der Mehrwertsteueroptierung anzuklopfen. Nein, ich wusste erst auch nicht, was das ist, aber mittlerweile hab ich es begriffen und eingesehen, dass ich auf diese Weise viel weniger Verlust an Kröten durch Umsatzsteuer haben kann. Also ist da Handeln angesagt. Und zweitens plane ich, mich für ein Autoren-Arbeitsstipendium vom Land NRW zu bewerben, sobald ich den Vertrag für die Feen vorliegen habe. Das Stipendium läuft zwar nur vier Monate (sollte ich es bewilligt bekommen), also voraussichtlich von Juni bis September 2011, aber es bringt gut Asche in die Kasse, und das steuerfrei. Also. Bitte Daumen drücken, so bis nächstes Jahr im Mai! 😉

Ja. Man hat nun von mehreren Seiten an mich herangetragen, es wäre doch ein bisschen arg ruhig hier in letzter Zeit. Stimmt, stimmt, kann ich da nur sagen. Owari, wie der Japaner sagt – oder auch der Amerikaner: My bad! Einen so schönen treffenden Ausruck finde ich gerade im Deutschen nicht, ich denke, ihr versteht alle, dass es mir Leid tut! Ein bisschen liegt es daran, dass zwar enorm viele gute Sachen passiert sind, die ich aber öffentlich noch nicht breittreten darf. Zum größten Teil liegt es aber an meiner persönlichen Faulheit. 😉

Kommen wir aber mal dazu, was ich in der Zeit nach Wacken so alles gemacht habe. Im August und September war das vor allem: Arbeiten im Café. Oder auch Kuchen schubsen, wie mein Chef immer so treffend sagt. Im Sommer kommt da natürlich noch Eisbecher machen und massenweise Geschirr spülen dazu. Man ist sich ja zu nichts zu schade. 😉

Ende September war dann das Ju Jutsu Herbstseminar in Helpup. Ach, das war großartig. Mein besonderer Liebling war ja die Einheit „Selbstfaller mal anders“, wo ich eine liebe Kollegin nach knapp 4 Jahren gemeinsamem Training endlich davon überzeugen konnte, dass Tomoe-Nage gar nicht soooo sehr wehtut. Hah! Spezielle Erfahrung in Didaktik, würde ich sagen. 😀

Und dann, nicht zu vergessen, war ich diesmal selbst zumindest Assistenzdozentin. Bei den zwei Iaido-Einheiten nämlich. Oh, war das gruselig. Ich mag ja innerlich die größte Rampensau sein, wenn ich mich dann wirklich vor eine Menschengruppe stellen soll, geht mir regelmäßig das Hinterteil ordentlich auf Grundeis, mir wird schlecht und alles, bloß weil ich so nervös bin. Außer bei Iaido-Prüfungen, interessanterweise. Die machen mir gar nichts mehr aus. Um so interessanter, dass ich so unsicher werde, wenn ich die gleiche Sache Leuten erklären soll, die überhaupt keine Ahnung davon haben. Am Ende hab ich mich allerdings schon ziemlich cool gefühlt, und ich würde es definitiv wieder tun. Soviel dazu. 😉

Was das Schreiben betrifft: Auch da ist viel passiert, aber wie gesagt: Über die wirklich interessanten Dinge hier nur nebulöse Hinweise streuen, bis alles in trockenen Tüchern ist. Also nur so viel: Für die Feen sieht es derzeit sehr, sehr gut aus. Und in ein paar Wochen, wenn die Verlagsvorschauen online gehen, darf ich endlich das wunderschöne Cover rumzeigen, das meine Vampire verpasst bekommen haben. 😀 Die Ruinen wachsen derweil natürlich auch ständig weiter, auch wenn wir uns zur Zeit ein bisschen annörgeln. Aber das wird schon wieder.

So oder so, ich werde mir Mühe geben, mein Blog mal wieder mehr auf dem Radar zu haben. Bald ist ja auch November, der NaNoWriMo kommt, und ich habe mich tatsächlich breitschlagen lassen, mich dann mal spontan an den Zwillingen zu versuchen. Was dabei rauskommt – wir werden sehen. Bis dahin, machts gut und lauft mir nicht weg!

Spot on.

Veröffentlicht: 29. Mai 2010 in Arbeit und das leidige Geld, Reich und berühmt

Heute scheint in Bielefeld die Sonne. Grund genug, an dieser Stelle endlich mal wieder ein Update einzureichen, für alle diejenigen, die nicht aus anderen Quellen sowieso auf dem Laufenden sind, was bei mir so alles passiert zur Zeit.

Denn das ist so einiges. Ich war ja sehr zögerlich, es hier in aller Öffentlichkeit zu verkünden, aber ich denke, inzwischen ist es so offiziell, dass ich es zumindest ganz leise flüstern kann, obwohl ich natürlich am liebsten schreien würde: Die Vampire haben einen Verlag und werden voraussichtlich im Frühjahr 2011 bei Aufbau erscheinen. Ich habe das immer noch nicht ganz begriffen, und das dauert sicher auch noch, aber ja – es ist wirklich so.

Meine Obsidianstadt ist mittlerweile auch dick und rund geworden, 411 Normseiten sind es jetzt, und ich habe das Baby in die Fürsorge meiner Agentin übergeben. Jetzt kann ich nur noch abwarten, was da noch Spannendes passieren wird.

Und weil das mit dem Schreiben jetzt allmählich rund läuft, haben sich auch ganz neue Perspektiven ergeben, was meinen Arbeitslosenstatus angeht: Wenn alles so läuft, wie ich hoffe, bin ich den dann nämlich ab Juli los und beziehe Selbstständigenförderung vom Arbeitsamt, damit ich das, was ich mit den Büchern verdiene, auch behalten darf. 😉

Das zieht natürlich leider nach sich, dass ich mein Fernstudium Journalismus nun doch selbst bezahlen muss, was schade ist, aber verkraftbar. Sollte das mit der Selbstständigkeit wider Erwarten nun doch nicht klappen, stehe ich allerdings doof da, was mich ein bisschen nervös macht. Nuja. Ende Juni weiß ich mehr. 🙂

Hört, hört.

Veröffentlicht: 22. April 2010 in Arbeit und das leidige Geld, Schreibtischtäter

Gestern war es endlich mal wieder so weit: Gute Nachrichten! Da flatterte nämlich der Zulassungsbescheid für meinen Fernstudienplatz ins Haus. Ab dem 1. Juni bin ich nun also wieder Studentin, berufsbegleitend. Ich will ja nur hoffen, dass ich bis dahin auch mit meinem aktuellen Beruf Geld verdiene. Die Obsidianstadt soll heute mal wieder an die Betaleser und meine Agentin rausgehen. Tja, und dann hoffe ich, dass mir jemand einen Tipp geben kann, wo ich die letzten 30-80 Seiten herkriege. Puh … längen ist ja noch viiieeel schwieriger als kürzen …

Na ja. Jedenfalls sind außerdem seit gestern endlich meine Unterlagen wieder da, und gleich rufe ich beim Arbeitsamt an, um endlich mein Geld zu beantragen. Hoffen wir mal, dass es diesen Monat noch klappt, sonst sieht es im Mai ganz, ganz finster aus. Aber egal, jetzt gerade bin ich einfach nur glücklich, dass es klappt mit dem Studium, und ich freu mich richtig drauf, bald anzufangen. Juni! Gar nicht mehr so lange hin.