Archiv für die Kategorie ‘Jenes und welches’

Fünf-Fragen-Stöckchen

Veröffentlicht: 24. August 2011 in Jenes und welches

Die Maja hat mir ein Stöckchen zugeworfen, und wölfisch wie ich manchmal bin, konnte ich nicht anders, als es zu fangen. Das Spiel geht so: Maja stellt mir fünf Fragen, die ich hier beantworte. Und wer laut „HIER!“ schreit, bekommt von mir auch fünf Fragen, die er in seinem Blog dann beantworten muss. Ganz einfach also. 😉

Hier aber erstmal Majas Fragen und meine Antworten:

1. Welche Geschichte, die du als Kind geschrieben oder dir ausgedacht hast, würdest du gern heute nochmal ganz neu schreiben?

Eigentlich habe ich viel zu viele neue Ideen, als dass ich irgendeine alte Idee noch einmal neu auflegen würde. Vor allem, da ich als Kind noch lange nicht so gut war wie jetzt, was Plotentwicklung angeht. Eine Ausnahme davon ist selbstverständlich die Geschichte um mein Alter Ego Grey – aber als die Geschichte entstand, waren Sophie und ich schon 15, ich weiß nicht ob das noch als „Kinder“ gewertet werden kann. Wenn es wirklich eine Kindergeschichte sein soll, dann fiele die Wahl vermutlich auf „Eine Wespe auf dem Meeresgrund“, ein Buch über ein Mädchen, Wespe genannt, das Schiffbruch erleidet, zum Glück aber ihre Taucherausrüstung dabei hat. So entdeckt sie eine Stadt auf dem Meeresgrund, wo ziemlich abgefahrene Wesen rumschwimmen, wie der Schillerwurm und Seepferdchen-Pegasi. Die Geschichte hat nur leider keinen weiteren Plot. 😉

2. Welche Geschichte, die du heute schreibst, würdest du in zwanzig Jahren nochmal ganz neu schreiben wollen?

Wahrscheinlich keine. Ich halte mich nicht an Geschichten fest, die schon erzählt sind. Mal davon abgesehen, dass ich in zwanzig Jahren vermutlich ganz andere Interessen habe. Für in zwanzig Jahren hebe ich mir lieber die Geschichten auf, für die ich jetzt noch nicht gut genug bin.

3. Welche deiner Figuren würdest du gern in der Sauna treffen, und wen überhaupt nicht?

In der Sauna? Hmm … ich denke, da fiele meine Wahl auf Chase. Ich denke, er ist einer der wenigen, die auch mit hochrotem Kopf und strähnigen Haaren noch ihren Charme haben. Ich finde es auch angenehm, dass er sich nicht sonderlich darum schert, wie er aussieht – es gibt nichts schlimmeres als Leute, die zum Posen und angeben in die Sauna gehen. Eine Figur, die ich definitiv nicht in der Sauna treffen möchte, wäre Raphael, mein spanischer Koch. Nicht, weil er so hässlich wäre, im Gegenteil. Aber bei ihm wüsste ich ganz genau, dass jeder Millimeter von mir taxiert und bewertet wird. Der alte Chauvinist! Das wäre mir sehr unangenehm. Außerdem ist er starker Raucher und stinkt sicher ziemlich, wenn er schwitzt.

4. Wenn du ein Buch schreiben müsstest/dürftest/solltest, in dem kein einziger Mensch vorkommt, wer oder was wäre dann dein Protagonist?

Hmm … eine Biene vielleicht, oder eine Ameise. Vielleicht auch ein Nacktmull – irgendein Tier einer Art mit Schwarmintelligenz, das finde ich superspannend. Ist eben nur nicht so einfach, das glaubwürdig rüberzubringen, ohne die Tiere zu vermenschlichen. Vielleicht sogar unmöglich.

5. Welche meiner Figuren würdest du in einer deiner eigenen Geschichten auftreten lassen, und als was?

Hah, jetzt wird es spannend. Welche deiner Figuren, lass mal sehen … Tymur hätte ich anstelle von Dorian als Bossgegner gegen Ceddi einsetzen können, das wäre sicher sehr spannend gewesen. Natürlich hätte er dazu aber erstmal Vampir werden müssen. 😉 Wen ich dir unbedingt klauen möchte, das ist natürlich Shen – allerdings weiß ich nicht recht, wo ich ihn einsetzen sollte. Also hast du noch mal Glück gehabt und kannst ihn behalten. 😉

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In der goldenen Stadt

Veröffentlicht: 19. August 2011 in Jenes und welches

Ich bin ja eine Heldin. Soviel sei erwähnt, für die, die es noch nicht wissen. Denn, wie man sieht: Den Countdown zum Tintenzirkel-Sommerfest habe ich grandios verpatzt. Das war nämlich schon. Und großartig, phantastisch inspirierend wie immer! Nur das Wetter hätte besser sein können. Aber auch das hat die Freude eigentlich gar nicht getrübt.

Warum ich mich aber eigentlich wieder hierher bequemt habe, ist die nachdrückliche Bitte um einen Prag-Bericht in diesem Blog. Denn ich habe ja, um das mal aufzuklären, etwas enorm verrücktes getan: Ich bin für einen Abend und einen Vormittag nach Prag gefahren (8 Stunden Zugfahrt pro Weg!), um dort meinen japanischen email-Freund zu treffen. Manchmal bin ich so. Manchmal mache ich sowas. Und wenn es dann soweit ist, bekomme ich so viel Angst vor der eigenen Courage, dass ich mich am liebsten in eine Kiste verkriechen und es aussitzen würde. Zum Glück habe ich gute Freunde, die mir das nicht durchgehen lassen. 😉

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist er also, mein Prag-Bericht.

Mein erster Eindruck von Prag war: Grau. Und nass. Von wegen goldene Stadt und so, da funkelte und glänzte nichts. Eine große Masse von farblosen Häusern, um es grob zusammenzufassen. Aber das war mir in dem Moment eigentlich nicht so wichtig. Wichtig waren schon eher dieser blubbernde Angstbrei in meinem Magen und der Gedanke, bloß nicht Keris Glücksbringer zu verlieren. Ich bin ja gut in sowas – Sachen verlieren, meine ich.

Treffpunkt mit Takashi war um 17:30 Uhr am Obecní Dum am Platz der Republik. Ich hatte also noch Zeit genug, um meine Sachen in mein Zehnbett(!)-Zimmer im Hostel zu bringen, wo ich dann noch für eine Weile mit meiner Nervosität allein war und mir in Ruhe Sorgen um das Wetter machen konnte. Es schüttete nämlich immer noch. Aber ab und zu habe ich ja im Leben auch mal Glück – und tatsächlich hörte der Regen genau in dem Moment auf, als ich am Treffpunkt ankam. Er hat uns den ganzen Abend nicht mehr belästigt. Danke, danke! 😀

Es gibt ja nichts Aufregenderes als erste Momente. Das gilt für alle Lebenslagen, aber besonders für Begegnungen mit Menschen, die man noch nie „in echt“ gesehen hat. Die ersten Sekunden entscheiden so viel – in meinem Fall darüber, ob sich der Wahnsinnstrip nach Prag gelohnt hat.

Zum Glück – er hat.

Tatsächlich habe ich gar nicht mehrere Sekunden gebraucht um zu wissen, dass ich es hier mit genau dem netten Kerl zu tun habe, den ich aus den Mails kenne. Natürlich hat er auch dieses typisch asiatische Mystery-Face. Man weiß bei Asiaten ja nie so ganz genau, was jetzt in ihrem Kopf vorgeht, wenn man nicht regelmäßig mit ihnen zu tun hat – ob sie jetzt nur höflich sind oder sich wirklich freuen. Aber Takashi hat lachende Augen, und ziemlich oft lacht er auch wirklich. Im unserem Fall hat er meistens über mich gelacht, entweder weil ich keine Orientierung hatte, oder aber weil ich so ahnungslos war. Habt ihr euch schon mal von einem Architekturstudenten durch Prag scheuchen lassen? Wir hatten schon in allerkürzester Zeit unseren ersten kleinen Running Gag am Start, bestehend aus folgendem Dialog:

Takashi bleibt stehen und deutet auf ein Gebäude. „Do you know what this building is?“ Ich schüttele den Kopf. “No … Do you?” Er grinst und nickt. “Yes … It’s very famous/important/popular!”

Gefolgt von Erklärungen, von denen ich meist nur die Hälfte verstanden habe. Alles in allem hat es zwar sehr gut geklappt mit der Verständigung, weil er wirklich recht gutes Englisch spricht, aber längere Monologe zu interpretieren war doch manchmal schwierig. 😉

Nachdem wir einen ersten gemeinsamen Kaffee trinken waren, haben wir allerdings erstmal die Souvenirläden unsicher gemacht. Vor allem waren wir in diesen schnuckeligen Läden mit dem ganzen tollen Holzspielzeug und haben alles ausprobiert. Dann waren wir essen, in einer süßen kleinen Kellerbar. Ich habe Takashi schwer beeindruckt, weil ich zwei große Bier getrunken habe und immer noch ziemlich nüchtern war. Er hatte nur eins und war anschließend schon recht fröhlich. Er gibt auch ganz freimütig zu, dass er nach zwei Bier den Heimweg allein nicht findet, deswegen verkneift er es sich nach Möglichkeit. 😉

Nach dem Bier war er jedenfalls locker genug, um darauf zu bestehen, meinen Regenschirm zu tragen. Es war dann auch inzwischen dunkel, und ich musste allmählich darüber nachdenken, wie ich Keris Schatzkarte zum Zug bringen konnte, die sie mir auf dem Treffen am Wochenende extra gezeichnet hatte. Dazu musste ich diesen Japaner irgendwie zum Schloss kriegen. Also sind wir erstmal zur Karlsbrücke gelaufen, und dann waren wir ja auch schon fast in der Nähe – und, Überraschung! – auch ganz in der Nähe meines Hostels. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Ich sagte etwas von Orientierungsproblemen, oder? 😉

Jedenfalls habe ich dann gedacht, wenn wir schon so nah sind, dann können wir ja auch zum Schloss hochlaufen, statt mit der Bahn zu fahren, wie Keri vorgeschlagen hatte. Von da werde ich diesen kleinen Weg mit der phantastischen Aussicht dann schon irgendwie finden. Also, bergauf zum Schloss, eine lange Treppe hoch. Und was stelle ich dann oben fest? Ganz offensichtlich sind wir gerade eben jenen Weg gegangen, den Keri empfohlen hatte – nur verkehrt herum. Die Aussicht auf Prag bei Nacht von dort oben war jedenfalls genau so wunderschön wie versprochen! 😉 Wir haben also dort oben verschnauft und uns die Stadt beguckt und den Mond (Vollmond! Strike!), und darüber gesprochen, dass in Japan gar nicht immer Vollmond ist, wie die Animes das suggerieren. Ich bin wirklich enttäuscht. 😛

Anschließend sind wir durch den fast menschenleeren Schlosshof spaziert. Sightseeing bei Nacht ist ja so viel cooler als am Tag! Dann sind wir Keris Weg nochmal „richtigrum“ gegangen und Takashi hat mich zum Hostel gebracht – war ja auch von da nicht weit.

Als ich in mein Zimmer kam, noch ganz voll von den ganzen Eindrücken in so kurzer Zeit, wurde es dann richtig skurril. Für einen Moment dachte wirklich, ich wäre im falschen Film oder würde das alles doch nur träumen. Ich war, wie erwartet, nicht mehr allein im Zimmer. In dem Raum, in dem ich mein Bett belegt hatte, räkelten sich drei fast nackte Männer auf den Betten, als hätten sie sich nur für mich bis auf die Unterhosen ausgezogen und auf den Laken in Pose geworfen. Ich dachte echt, ich guck nicht richtig. Das kichernde Chinesische Pärchen im Nebenzimmer machte es nicht unbedingt besser. Und unter der Dusche stand noch ein vierter von meinen Halbnackedeis. Ich war allerdings viel zu kaputt um das wirklich zu würdigen und habe mich einfach ins Bett geknallt. Zum Glück hat keiner von denen geschnarcht.

Am nächsten Morgen haben Takashi und ich uns dann zum Frühstück getroffen. Das war schon irgendwie niedlich, weil er so genau aufgepasst hat, wie ich die Cornflakes mit Joghurt und Honig esse, um es dann genauso zu machen. Oder wie er die Butter mit der Gabel aufs Brot geschmiert hat, bis er gesehen hat, dass ich das Messer nehme. 😀

Danach hat er seine etwas spezielle Führung kreuz und quer durch Prag fortgesetzt, und ich habe ihn noch in einige Buchläden und Papershops geschleift. Und wir hatten Sonne! Das war das Beste daran! In der Sonne ist Prag ja wirklich sehr schön. Dann sind wir in der Nähe meines Hostels Mittagessen gegangen und haben dort gesessen, bis ich zum Bahnhof musste.

Tja, und dann saß ich auch schon wieder im Zug nach Hause. Das alles war so schnell vorbei, dass es mir jetzt noch ganz unwirklich vorkommt. Fast zu unwirklich um zu sagen, wie ich diese Begegnung im Nachhinein beurteile. Es war spannend und lustig und schön und vor allem viel zu kurz, um einen Menschen kennenzulernen. Ich hoffe, wir haben beim nächsten Mal mehr Zeit. Und ich hoffe vor allem, es dauert nicht all zu lange bis zu diesem nächsten Mal.

65 – Berlin, Berlin

Veröffentlicht: 8. Juni 2011 in Jenes und welches, Kampfkunst, Reisepläne

Ja, ich weiß. Ich war mal wieder scheintot. Es tut mir schrecklich leid, und ich hoffe es kommt nicht so bald wieder vor. Dass es nie wieder vorkommt, will ich mal erst gar nicht versprechen … 😉 Wenigstens hat der Counter einen ganz hübschen Sprung gemacht, da lohnt sich das doch wenigstens.

Zu erzählen habe ich viel, was gut ist, denn so sind die Einträge für die nächsten Tage gesichert. Anfangen möchte ich mit dem Bericht über meinen Kurzurlaub in Berlin Ende Mai, der ausnahmsweise ganz privat war und fast nichts mit Schriftstellerei zu tun hatte. Aber auch nur fast.

Fest steht jedenfalls, dass Berlin in einem Paralleluniversum liegt. Ich kenne dieses Paralleluniversum schon länger, und ich flutsche immer mal wieder hinein. Es ist unserer Realitätsebene sehr ähnlich, fast identisch sogar, und dass ein Ebenenwechsel stattgefunden hat, zeigt sich erst dann, wenn wirklich seltsame Sachen passieren – wie beispielsweise, dass Japan bei der Fußball-WM gegen Dänemark gewinnt und ins Achtelfinale einzieht. Oder dass die Müllabfuhr nachts um halb elf blinkend durch meine Wohnstraße fährt. Dass mein Buch plötzlich zwei Monate früher erscheinen soll, zu einem Zeitpunkt, der ganz bestimmt nicht mit meinem Abgabetermin vereinbar ist. Oder eben, dass der Zug nach Berlin zwanzig(!) Minuten zu früh in Berlin Hbf eintrifft. Das war faszinierend, habe ich noch nie erlebt, sowas. Zum Glück war der gute Mensch, der mich in Berlin beherbergt hat, auch vorausschauend früh losgefahren und schon fast da.

Wir haben dann erstmal in Ruhe zusammen gefrühstückt und ein bisschen gequatscht, bis ich mich auf den Weg zum Elefantentor machen musste, wo ich mich mit ein paar ganz tollen Schreiberlingskollegen getroffen habe (wie gesagt: fast ;-)). Mit denen habe ich dann einen sehr schönen Nachmittag und Abend verbracht. Erst Sightseeing (den Hugendubel Berlin :-D), dann gemütliches Beisammensein im Schleusenkrug mit bekannten und neuen Gesichtern, die mich alle begeistert haben. Ich liebe Schreiberlingstreffen, ehrlich! Da machte es auch gar nichts, dass die Rückfahrt mit der Bahn aus ich weiß nicht welchen Gründen ein bisschen kompliziert war. So hatte ich wenigstens noch Gelegenheit, den Alexanderplatz mit Fernsehturm und Weltzeituhr bei Nacht zu bewundern. 😉

Am Freitag stand dann Shopping auf dem Programm. Zum Glück konnte ich mich gerade noch beherrschen, nicht so viel zu kaufen, dass es nicht mehr in die Tasche für den Rückweg gepasst hätte. Aber warum findet man eigentlich immer nur die Sachen, die man nicht wirklich braucht? Gesucht habe ich Schuhe und T-Shirts, gekauft habe ich Hosen … mehrere davon. Kurze für den Sommer, klar, schadet nicht. Aber trotzdem. Sommerschuhe bräuchte ich schon dringender.

Abends kamen dann zwei Jungs zu Besuch, auf die ich mich auch schon sehr gefreut hatte. Es ist immer so schön, Freunde wiederzusehen, die sonst zu weit weg wohnen, um sie regelmäßig zu treffen. Davon hatte ich dafür in diesen vier Tagen Berlin ganz viel, und es war toll! Eigentlich wollten wir in alter Tradition Arkham Horror spielen, aber dann haben wir doch weintrinkend den Abend verquatscht, und das war eigentlich noch viel besser. Es gab ja so viel zu erzählen, und es ist dann doch einigermaßen spät geworden, obwohl ich doch am nächsten Morgen früh rausmusste …

… um zum Iaido zu fahren. Ja, mein Schwert war auch mit in der Hauptstadt. Denn wenn man schon mal Gelegenheit bekommt, im deutschen Hauptquartier des Eishin-Ryu zu trainieren, dann lässt man das natürlich nicht aus. Überhaupt ist es ja immer gut, seine Techniken auch mal von einem anderen Lehrer anschauen zu lassen, denn der achtet vielleicht auf ganz andere Dinge. Ich bin dann auch enorm viel und enorm pingelig korrigiert worden – aber insgesamt habe ich mich, glaube ich, ganz gut geschlagen. Jetzt muss ich nur noch alles behalten, was ich zumindest theoretisch gelernt habe, und dann langsam daran arbeiten, es praktisch umzusetzen. Fragt mich dann in einem Jahr nochmal, was draus geworden ist …

Samstag Nachmittag war dann wieder ganz easygoing, ich habe mich nochmal mit einem guten Freund getroffen, wir waren zusammen auf dem Weltspieltag am Alexanderplatz, dann Paella essen in einem ganz schnuckeligen spanischen Restaurant, und später noch an den Hackeschen Höfen und Schaufenstershopping in der Oranienburgstraße. Am Ende taten mir ordentlich die Füße weh, aber das war es definitiv wert!

Sonntag habe ich den Kurzurlaub dann ganz entspannt bei einem kleinen Arbeitsgespräch mit meinem Nr.1-Elite-Betaleser ausklingen lassen (jaaaaa genau: fast sagte ich!), einen Charakter gepimpt und an den Vampiren rumgetüftelt. Um 17:49 ging dann mein Zug zurück nach Bielefeld. Und ach … ich überlege jetzt schon, wann ich das nächste Mal wieder hinfahren könnte in die Hauptstadt, um mir einen kleinen Teil vom Rest anzusehen …

Berlin, ich danke dir! Wir hatten eine wunderschöne Zeit, und ich komme gerne wieder!

So. Entsprechend Thalis schönem Vorschlag richte ich hiermit einen Countdown bis zum großen Tintenzirkel-Sommertreffen ein. 102 Tage sind es noch, was bedeuten würde, wenn ich durchhalte, muss ich bis zum 12.08.2011 102 Blogartikel schreiben. Ein mutiges Ziel, würde ich behaupten … Aber wir wollen ja nicht gleich am Anfang den Schwanz einziehen, ne? 😉

Allerdings weiß ich schon, das an diesem Wochenende das Bloggen wahrscheinlich ein bisschen schwer wird, weil ich von Freitag bis Montag in München bin. Um meinen Verlag zu besuchen und mit meiner Lektorin über die Obsidianstadt und andere Dinge zu sprechen. Ach, ich bin schrecklich nervös! Wie gut, dass meine Agentin bei mir sein wird! Auf jeden Fall gibt es nächste Woche dann an dieser Stelle einen Bericht, versprochen!

Für heute habe ich ein anderes schönes Thema: Nachdem ich mich die ganze vergangene Woche mit dem 10-Punkte-Text-ÜV von Andreas Eschbach und der Überarbeitung gequält habe, ist der erste Teil von „Unberührbar“ nun fertig. Zumindest betrachte ich ihn als solches, bis die ersten Anmerkungen eintrudeln und ich nochmal überarbeiten muss. Das passiert mit Sicherheit, aber erstmal ist das Dickerchen vom Tisch, und ich kann mich anderen Dingen widmen. Wie Teil II, zum Beispiel. Und natürlich meinen Jugendbuchkonzepten. Die müssen auch ganz dringend präsentabel werden, am besten heute oder morgen, damit meine Agentin noch drüberschauen und daran herummäkeln kann. Ich liebe es, wenn sie das macht, ehrlich! Das bringt mein Köpfchen immer so schön in Schwung. Selbiges gilt für meine lieben Testleser. Ich bin vielleicht doch ein Kritikjunkie, fürchte ich.

Jedenfalls bin ich ganz glücklich, diesen wichtigen Teilabschnitt hinter mich gebracht zu haben. Jetzt hoffe ich nur noch, dass der Welt das Schätzchen auch gefällt. Ach, das ist immer so aufregend … Ich sollte arbeiten. Dann denke ich nicht so viel drüber nach. Ist ja auch genug zu tun, oder? Also: Ans Werk!

Bis morgen, ihr Lieben!

Hallo zusammen!

Da bin ich mal wieder mit einer kleinen Statusmeldung. 🙂

Was gibt es neues zu berichten? Ziemlich viel, um ehrlich zu sein! Zum einen habe ich inzwischen endlich Geld auf dem Konto. Meine finanziellen Sorgen wären damit erstmal passé, und ich bin endlich dazu gekommen, mir die Neuanschaffungen zu machen, die ich schon lange plane. Als da wären: Ein neuer Laptop, denn das alte Schätzchen macht es wohl nicht mehr lange. Dann, ein größerer Fernseher, damit ich nicht immer so Augenweh bekomme von der alten 14″-Röhre, die schon gute 10 Jahre auf dem Buckel hat. Und ein neuer Drucker, denn mein alter ist schon seit einer gefühlten Ewigkeit kaputt. Na ja. Und ein neues Schwert hätte ich auch gern, aber das spielt dann wieder in einer anderen Kategorie, und ich glaube, da warte ich lieber noch ab, ob ich das NRW-Stipendium bekomme. Oder noch einen ganz tollen Vertrag (woher auch immer der kommen soll, im Moment wüsste ich es nicht …). 😉

WAI, wie der Ayaner sagt (bzw. Wie Auch Immer :-p), zwei dieser drei Anschaffungen habe ich bereits gemacht, und zwar habe ich mich dabei ein bisschen selbst überrascht. Denn mein neuer Schleppi ist definitiv ein Mädchen! Er – sie – hat nämlich eine ganz flashy, funky Farbe: Pink! Neeeeiiiiin, kein Barbie-Plastik-Pink, sondern ein cooles, dunkles, ein bisschen rötliches Metallicpink. Hätte ich ja nicht gedacht, aber es ist ECHT hübsch, und ich bin sehr glücklich, dass ich mich dafür entschieden habe. Davon abgesehen ist sie ein SONY Vaio, 14″ – genau meine Größe. 🙂

Ja. Und den Fernseher habe ich auch schon – und er ist noch größer als ich eigentlich wollte, nämlich ein 32″ Plasmafernseher von Philips. Mein ganzes Wohnzimmer ist jetzt nur noch Fernseher, habe ich den Eindruck, aber ich fürchte, daran werde ich mich nur allzu schnell gewöhnen …

Den Drucker gibts dann hoffentlich Donnerstag, denn da haben sie ein schönes Angebot bei ALDI.

Was gibt es noch zu berichten? Ja, also so langsam wird das was mit dem Ruhm, würde ich behaupten. Inzwischen sind ein paar wirklich schöne Kommentare zumeinen Vampiren erschienen, die mich alle sehr glücklich machen. 😀 Auf meiner Homepage in den News habe ich die mal gesammelt.

Oh, und der Geisterwolf ist von meiner Agentin abgenickt worden und liegt jetzt beim Verlag. Was bedeutet, ich habe jetzt wieder Zeit, um mich den Vampiren widmen zu müssen. Und ich freu mich drauf!

Dies und das – endlich ein Update

Veröffentlicht: 17. März 2011 in Jenes und welches

So. Heute ist es endlich mal wieder so weit: Ich habe das Gefühl, ein Blogeintrag wäre mal wieder angebracht. Es ist ja nicht so, dass nichts los gewesen wäre in den letzten Tagen – bloß nicht hier bei mir, sondern am anderen Ende der Welt. Ich sag es ganz ehrlich: Die schlimmen Dinge, die in Japan passieren, lähmen mich ziemlich in so allem, was ich tun könnte. Und das ist keine blöde Ausrede. Es fällt mir wirklich schwer, mich auf etwas anderes zu konzentrieren, obwohl ich das unbedingt muss. Zum Beispiel muss diese Weihnachtsgeschichte endlich fertig werden, damit ich wieder ein bisschen Kopf für die Vampire habe, ohne mich ständig unter Druck gesetzt zu fühlen von meinem schlechten Gewissen. Aber im Moment ist mir so gar nicht danach, eine romantische Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Ehrlich nicht.

Ein bisschen helfen könnte mir der Denkanstoß einer lieben Freundin, die ich gestern im Münster zum Brunch getroffen habe: Sich vorzustellen, man wäre im Katastrophengebiet und könnte nichts tun um den Menschen zu helfen, als ihnen eine schöne Geschichte zu erzählen. Das motiviert tatsächlich. Überhaupt war das gestern ein wunderschönes Treffen von insgesamt vier Tintenzirklerinnen, das sehr gut getan hat. Einfach mal wieder lachen, ein bisschen menschliche Wärme und Fröhlichkeit und ein Kellner mit knallroten Riesenohren bei all den Gänseblümchen, die wir verteilt haben. 😉 Danke ihr lieben, es war wirklich schön mit euch!

Des Weiteren habe ich natürlich mit der Daueranspannung zu kämpfen, die mir Zeitungsinterviews und allem voran natürlich diese Lesung heute Abend bescheren. Warum hab ich mich da bloß drauf eingelassen? Gerade jetzt würde ich mich am liebsten verkriechen. Ich will nicht. Wirklich nicht. Ich mag doch nicht vor vielen Leuten lesen!

Der einzige Trost ist: Wenn es vorbei ist, wird es sich sicher sehr gut anfühlen. Das ist ja immer so. Vielleicht nehm ich mein Schwert mit und halte mich daran fest? Aber das wirkt vermutlich ein bisschen merkwürdig …

Ach, denkt an mich, ja? Das wäre wirklich lieb von euch. Ich melde mich auch ganz bestimmt morgen und berichte, wie es war. Versprochen!

6 – Der Traum vom Ruhm

Veröffentlicht: 19. Februar 2011 in Jenes und welches

Ja ja, es ist wieder soweit. DSDS ist am Start, die Liveshows haben angefangen, und wie jedes Jahr sitze ich dummes Huhn davor und freue, leide und weine mit. Und mal ehrlich: Ich könnte mir wenig gemütlicheres vorstellen, als mit einer Flasche Wein am Samstagabend vor der Glotze zu sitzen und zuzuschauen, wie sich die jungen, hoffnungsvollen Leute das Herz raussingen. Bemerkenswert dabei: Es gibt in diesem Jahr nur noch einen einzigen Top 15-Kandidaten, der älter ist als ich. Tatsächlich hätte ich selbst nur noch 3 Jahre Zeit, um bei DSDS mitzumachen, wenn ich das denn vorhätte. Habe ich nicht, nicht ernsthaft, da braucht sich niemand Sorgen zu machen. Auch wenn ich mit dem Gedanken schon ab und zu gespielt habe. Aber ich mache es nicht, denn: Ich will ja gar nicht mit Musik berühmt werden. Selbst wenn die Show nicht so unfassbar blöd wäre (Ja, ist sie! Und ich mag sie trotzdem, irgendwie.), ich habe doch meine eigene Kunst. Eine Kunst in der ich sehr viel besser bin als im Singen, und die mir auch unendlich viel mehr am Herzen liegt. Würde ich mich beim Bohlen bewerben, wäre das reine Neugier. Hören, was er zu dem sagt, was ich kann, weil – ich erwähnte es ja schon des öfteren – ich geradezu süchtig nach Bestätigung bin. Ich brauche es, ab und zu gelobt zu werden, egal wofür. Aber ganz ehrlich, meine wirkliche, echte Leidenschaft, in die ich meinen ganzen Ehrgeiz stecke, ist und bleibt die Schreiberei. Die Zeiten, als ich noch Spice Girls-Fan war und unbedingt auch auf die musikalische Weltbühne wollte, sind vorbei. Ich habe meinen Weg gefunden, aber eins ist geblieben:

Ich will die Menschen begeistern. Und ich weiß, dass ich es kann. Dafür ist DSDS immer wieder gut. Und deswegen stehe ich auch dazu, dass ich es gucke. Jedes Jahr. Und ich schäme mich nur ein ganz kleines Bisschen dafür. 😉