Archiv für die Kategorie ‘Kampfkunst’

65 – Berlin, Berlin

Veröffentlicht: 8. Juni 2011 in Jenes und welches, Kampfkunst, Reisepläne

Ja, ich weiß. Ich war mal wieder scheintot. Es tut mir schrecklich leid, und ich hoffe es kommt nicht so bald wieder vor. Dass es nie wieder vorkommt, will ich mal erst gar nicht versprechen … 😉 Wenigstens hat der Counter einen ganz hübschen Sprung gemacht, da lohnt sich das doch wenigstens.

Zu erzählen habe ich viel, was gut ist, denn so sind die Einträge für die nächsten Tage gesichert. Anfangen möchte ich mit dem Bericht über meinen Kurzurlaub in Berlin Ende Mai, der ausnahmsweise ganz privat war und fast nichts mit Schriftstellerei zu tun hatte. Aber auch nur fast.

Fest steht jedenfalls, dass Berlin in einem Paralleluniversum liegt. Ich kenne dieses Paralleluniversum schon länger, und ich flutsche immer mal wieder hinein. Es ist unserer Realitätsebene sehr ähnlich, fast identisch sogar, und dass ein Ebenenwechsel stattgefunden hat, zeigt sich erst dann, wenn wirklich seltsame Sachen passieren – wie beispielsweise, dass Japan bei der Fußball-WM gegen Dänemark gewinnt und ins Achtelfinale einzieht. Oder dass die Müllabfuhr nachts um halb elf blinkend durch meine Wohnstraße fährt. Dass mein Buch plötzlich zwei Monate früher erscheinen soll, zu einem Zeitpunkt, der ganz bestimmt nicht mit meinem Abgabetermin vereinbar ist. Oder eben, dass der Zug nach Berlin zwanzig(!) Minuten zu früh in Berlin Hbf eintrifft. Das war faszinierend, habe ich noch nie erlebt, sowas. Zum Glück war der gute Mensch, der mich in Berlin beherbergt hat, auch vorausschauend früh losgefahren und schon fast da.

Wir haben dann erstmal in Ruhe zusammen gefrühstückt und ein bisschen gequatscht, bis ich mich auf den Weg zum Elefantentor machen musste, wo ich mich mit ein paar ganz tollen Schreiberlingskollegen getroffen habe (wie gesagt: fast ;-)). Mit denen habe ich dann einen sehr schönen Nachmittag und Abend verbracht. Erst Sightseeing (den Hugendubel Berlin :-D), dann gemütliches Beisammensein im Schleusenkrug mit bekannten und neuen Gesichtern, die mich alle begeistert haben. Ich liebe Schreiberlingstreffen, ehrlich! Da machte es auch gar nichts, dass die Rückfahrt mit der Bahn aus ich weiß nicht welchen Gründen ein bisschen kompliziert war. So hatte ich wenigstens noch Gelegenheit, den Alexanderplatz mit Fernsehturm und Weltzeituhr bei Nacht zu bewundern. 😉

Am Freitag stand dann Shopping auf dem Programm. Zum Glück konnte ich mich gerade noch beherrschen, nicht so viel zu kaufen, dass es nicht mehr in die Tasche für den Rückweg gepasst hätte. Aber warum findet man eigentlich immer nur die Sachen, die man nicht wirklich braucht? Gesucht habe ich Schuhe und T-Shirts, gekauft habe ich Hosen … mehrere davon. Kurze für den Sommer, klar, schadet nicht. Aber trotzdem. Sommerschuhe bräuchte ich schon dringender.

Abends kamen dann zwei Jungs zu Besuch, auf die ich mich auch schon sehr gefreut hatte. Es ist immer so schön, Freunde wiederzusehen, die sonst zu weit weg wohnen, um sie regelmäßig zu treffen. Davon hatte ich dafür in diesen vier Tagen Berlin ganz viel, und es war toll! Eigentlich wollten wir in alter Tradition Arkham Horror spielen, aber dann haben wir doch weintrinkend den Abend verquatscht, und das war eigentlich noch viel besser. Es gab ja so viel zu erzählen, und es ist dann doch einigermaßen spät geworden, obwohl ich doch am nächsten Morgen früh rausmusste …

… um zum Iaido zu fahren. Ja, mein Schwert war auch mit in der Hauptstadt. Denn wenn man schon mal Gelegenheit bekommt, im deutschen Hauptquartier des Eishin-Ryu zu trainieren, dann lässt man das natürlich nicht aus. Überhaupt ist es ja immer gut, seine Techniken auch mal von einem anderen Lehrer anschauen zu lassen, denn der achtet vielleicht auf ganz andere Dinge. Ich bin dann auch enorm viel und enorm pingelig korrigiert worden – aber insgesamt habe ich mich, glaube ich, ganz gut geschlagen. Jetzt muss ich nur noch alles behalten, was ich zumindest theoretisch gelernt habe, und dann langsam daran arbeiten, es praktisch umzusetzen. Fragt mich dann in einem Jahr nochmal, was draus geworden ist …

Samstag Nachmittag war dann wieder ganz easygoing, ich habe mich nochmal mit einem guten Freund getroffen, wir waren zusammen auf dem Weltspieltag am Alexanderplatz, dann Paella essen in einem ganz schnuckeligen spanischen Restaurant, und später noch an den Hackeschen Höfen und Schaufenstershopping in der Oranienburgstraße. Am Ende taten mir ordentlich die Füße weh, aber das war es definitiv wert!

Sonntag habe ich den Kurzurlaub dann ganz entspannt bei einem kleinen Arbeitsgespräch mit meinem Nr.1-Elite-Betaleser ausklingen lassen (jaaaaa genau: fast sagte ich!), einen Charakter gepimpt und an den Vampiren rumgetüftelt. Um 17:49 ging dann mein Zug zurück nach Bielefeld. Und ach … ich überlege jetzt schon, wann ich das nächste Mal wieder hinfahren könnte in die Hauptstadt, um mir einen kleinen Teil vom Rest anzusehen …

Berlin, ich danke dir! Wir hatten eine wunderschöne Zeit, und ich komme gerne wieder!

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8 – Weia, schon so spät …

Veröffentlicht: 17. Februar 2011 in Jenes und welches, Kampfkunst

… und ich bin unglaublich müde.

Dabei habe ich nicht so viel gemacht heute, aber ich war zum ersten Mal seit meiner Krankheit wieder beim Zwergentraining. Das war schon echt rührend, wie sehr die sich gefreut haben, dass ich zurück bin, und wie sie sich bemüht haben, ruhig und folgsam zu sein – schließlich habe ich gedroht, wenn sie mich zu sehr stressen, würde ich vielleicht sofort wieder krank. Okay, das war schon ein bisschen berechnend von mir, aber es hat funktioniert. 😉

Jetzt bin ich nach einer anschließenden „Die 2“-Session mit Bierverköstigung absolut platt und habe das Gefühl, dass ich morgen vermutlich keine Stimme mehr habe. Aber wenigstens bekomme ich wieder richtig Luft und bin optimistisch, nächste Woche allmählich meinen Sport wieder aufnehmen zu können.

Jetzt gehe ich allerdings erstmal ins Bett und hoffe darauf, dass morgen endlich dieses Pakeeeeeet kommt … *seufz* 😉

Seit einer Weile machen wir beim Ju Jutsu an jedem dritten Mittwoch im Monat so eine Art Spezialtraining – speziell im Sinne von: „Wir machen das jetzt mal ein bisschen realistischer und sind nicht immer so nett zueinander. Und zu uns selbst auch nicht.“

Bedeutet im Klartext: Ju Jutsu Anzug aus, Straßenklamotten an, Matte weg, und draufhauen (Okay, wir tragen Faustschützer. Aber dafür schlagen wir auch härter zu als sonst. ;-)).

Gestern haben wir zum Beispiel geübt, Schläge in den Magen wegzustecken. Bauch anspannen, ausatmen, weitermachen. Einstecken lernen, ohne zu jammern, und weiterkämpfen. Ist, glaube ich, auch eine wichtige soziale Grundkompetenz. 😉

Oh, und ich habe festgestellt, dass Selbstfallwürfe auch auf hartem Untergrund halb so schlimm sind, wie ich sie mir immer vorgestellt habe – zumindest für den Werfenden. 😉

Nein, mal im Ernst. Wir haben natürlich keine Würfe voll durchgezogen. Aber es ging schon darum, den Partner irgendwie zu Boden zu bringen, und ich bin froh zu wissen, dass einige Tricks, die ich mir im Lauf der Jahre angeeignet habe, auch dann funktionieren, wenn der Partner wirklich nicht fallen will. Und ich habe bei der Gelegenheit gleich festgestellt, dass ich mittlerweile wirklich gar nicht mehr zimperlich bin. Zumindest nicht im ersten Moment. Heute jammere ich schon, weil ich ganz viel Muskelkater habe, und blaue Flecken an meinem linken Hüftknochen, am Knie und an den Oberarmen. Das wird noch lustig, wenn wir im Sommer dann draußen trainieren, auf dem asphaltierten Parkplatz … Außerdem bin ich am Tag nach so einem Training immer total platt, sowohl vom Körper, als auch vom Kopf her. Dabei muss ich doch noch mein Pensum schreiben, und nachher sind die Zwerge wieder dran.

Aber na ja, wenigstens kann ich zumindest den Vormittag über  in aller Ruhe hier sitzen, das graue Wetter betrachten und mich freuen, dass dort hinten, wo Leopoldshöhe liegt, offenbar ein Wolkenloch ist, so dass die Stadt in der Sonne leuchtet. Das ist ein sehr schöner Anblick, und er entschädigt mich fast dafür, dass die Sonne hier bei mir nicht scheint. Aber nur fast.

42

Veröffentlicht: 14. Januar 2011 in Kampfkunst

Ja, der Titel ist heute kurz. Das ist, um die Zahl zu würdigen. So eine schöne Zahl. Und eigentlich müsste ich nun was über Douglas Adams schreiben, oder zumindest über Handtücher. Aber da fällt mir ehrlich gesagt nichts ein, was ihr nicht schon alle längst wüsstet. 😉

Also schreibe ich heute mal was über Kinder. Gestern war nämlich, zum ersten Mal in diesem Jahr, wieder mein Ju Jutsu-Zwergentraining. Elf quirlige Zwerge zwischen 5 und 9 Jahren hatte ich da, was noch recht moderat ist, wenn man bedenkt, dass es für gewöhnlich zwischen 15 und 20 Kinder sind. Ich habe ja, wenn ich mich auf den Weg machen muss, nie Lust hinzugehen, aber dann ist es doch immer irgendwie herzerwärmend. Kinder, die Spaß an etwas haben, sind einfach schön zu beobachten – und es ist vor allem sehr befriedigend zu sehen, wie sie besser werden. In allem. Nicht nur, was Fallschule und Hebel-, Wurf-, Boden- oder Atemitechniken angeht, sondern auch im Aufpassen, still sein, Konzentration halten.

Manche lernen das schneller als andere, allerdings. Was bei allen hervorragend klappt mittlerweile ist die „Klatsch-Dressur“. Einmal Klatschen: Stehenbleiben und still sein. Zweimal Klatschen: Sofort an den Mattenrand rennen, hinsetzen, still sein. Dreimal Klatschen: Training ist aus, am Mattenrand aufstellen und Kleidung ordnen zum Abgrüßen. Läuft wunderbar, ich muss nichts sagen, ganz groß. Auch begriffen haben sie mittlerweile, dass es mir durchaus ernst ist, wenn ich damit drohe, das Abschlussspiel am Ende der Stunde ausfallen zu lassen, wenn sie vorher nicht ordentlich trainieren.

Ein paar Spezialisten habe ich allerdings dabei, die sich nach wie vor mit der Konzentration sehr schwer tun. So zu sehen vor allem bei Paul und Bendix, beide 6 Jahre alt. Paul ist ein kleiner Hans-Dampf-in-allen-Gassen, motorisch ziemlich fit, aber er tut sich nun doch schwer, nicht ständig rumzublödeln, vor allem wenn der beste Kumpel daneben sitzt – und das ist Bendix. Bendix ist ein goldgelocktes Engelchen mit riesigen blauen Kulleraugen, der alles mitmacht was Paul anzettelt und jede Stunde mindestens einmal heult. Nicht, weil wirklich was wäre, sondern weil er irgendwas nicht will, oder zu irgendwas keine Lust hat oder er einfach nur bockig ist (zum Glück hält er das nie lange durch, macht ja auch keinen Spaß wenn man damit nichts erreicht …).

Gestern aber war das Drama von etwas anderer Qualität, und das fand ich schon wieder rührend. Ich hatte eine leichte Technik vorgemacht, die die Kinder paarweise üben sollten. Ich gehe also rum, korrigiere, helfe hier und da – und stoße plötzlich auf Bendix, der am Mattenrand hockt und – na was wohl? – heult. Allerdings nicht so wie sonst. Für gewöhnlich hockt er mitten auf der Matte, das Gesicht tränenüberströmt, und schluchzt herzzerreißend, damit es auch bloß jeder mitkriegt, wie Unrecht ihm getan wurde. Diesmal aber saß er ganz still da, und die Tränchen kullerten nur so. Paul stand ein bisschen bedröppelt daneben, und für einen Moment hab ich schon befürchtet, es wäre wirklich was passiert. „Was ist denn?“, frage ich also. Bendix guckt hoch, schluchzt nun doch ganz fürchterlich und sagt: „Wir haben eben zu viel rumgealbert und jetzt wissen wir gar nicht, was wir machen sollen … Jetzt können wir gleich kein Spiel spielen und das ist alles meine Schuld!“

Ach ja. Bei so viel Selbsterkenntnis habe ich dann doch noch mal eine Ausnahme gemacht, ihnen die Technik nochmal erklärt und sie dann trotzdem spielen lassen. 😉 Aber es ist schon süß zu sehen, wie sie langsam begreifen, dass sie bei mir nicht mit allen Maschen durchkommen. Und ich glaube, ich kann bald richtig stolz auf meine Zwerge sein. 😀

Es hat mir ja seit jeher bei Schreibhängern geholfen, zum Iaido zu gehen. Eineinhalb Stunden volle Konzentration, fast durchgehend Stille, bis auf das leise „Schleif-Schleif“ von nackten Füßen auf Parkett und dem „Ssssschh“ von Schwertern, wenn ein gerader, sauberer Schnitt gelingt. Das ist schön und sehr friedlich, und es bietet ein Zeitfenster, in dem ich mich völlig auf mich und nur auf mich und mein Schwert fixieren darf, alles andere weit weg, alles andere unwichtig, nur der Weg zur perfekten Kata – ein Ziel, das man sowieso nie erreicht, aber man kann jedes Mal ein bisschen näher rankommen.

Natürlich gibt es auch Tage, da läuft es nicht so recht. Da laufen die Dinge nicht gerade, man macht Fehler, die einem seit Jahren nicht mehr unterlaufen sind und fällt plötzlich in schlechte Angewohnheiten zurück, die man sich über Monate mühsam abtrainiert hat. Das sind die Momente, wo ich überlege, Iaido aufzugeben, weil ich es ja sowieso niemals hinkriegen werde.

Aber dann, zum Glück, gibt es auch solche Tage wie gestern, wo mein Lehrer zu mir sagt: „Achte mal darauf, ob du vor dem Schnitt die Übergabe von der rechten in die linke Hand wirklich machst. Schneide bewusst mit links. Die rechte Hand führt nur die Richtung.“ Das wusste ich alles schon, theoretisch, seit Jahren. Aber es bewusst umgesetzt beim Training hatte ich bisher nicht. Aber gestern, gestern habe ich es einfach mal versucht, dafür in Kauf genommen dass mein Timing den Bach runtergeht, und mich einfach mal auf meine Schnittechnik konzentriert.

Und plötzlich war alles besser. Objektiv betrachtet, war das Training danach nicht anders als vorher, etwas mühsamer als sonst sogar, weil mein Knie von einem Sturz bei dem blöden Gletscherwetter vor ein paar Tagen noch blau ist, und meine Oberschenkel vom Arbeitsmarathon am Wochenende noch leicht strapaziert. Aber das war alles egal, weil das Gefühl, wenn ein Knoten sich löst – erst recht einer, von dem man bisher nichts wusste – ist einfach nicht schlechtzumachen, egal mit was. Er ist ja sehr sparsam mit Lob, mein Lehrer, und deshalb, wenn er neben mir steht, meine Kata beobachtet und dann, nach dem Abschluss, einfach nur „Schön.“ sagt, dann möchte ich hüpfen und springen und die ganze Welt umarmen. Aber im Dojo verkneife ich mir das dann doch und freue mich nur still vor mich hin. 😉

Und das Beste an allem war: Später, im Bett, kam dann plötzlich auch die rettende Idee, wie ich endgültig Schwung in mein Buch bringen kann. Ich habe ein Lösung, und es war so einfach, darauf zu kommen, dass ich mich wirklich fragen muss, wo ich die ganze Zeit mit meinem Kopf war. Aber manchmal ist das eben so. Darum nehme ich es einfach hin, schreibe fleißig – und freu mich aufs nächste Iaidotraining. (Das ist dann, wenn vor dem Titel des Artikels eine schöne glatte 40 steht … ) 😀

Ja. Man hat nun von mehreren Seiten an mich herangetragen, es wäre doch ein bisschen arg ruhig hier in letzter Zeit. Stimmt, stimmt, kann ich da nur sagen. Owari, wie der Japaner sagt – oder auch der Amerikaner: My bad! Einen so schönen treffenden Ausruck finde ich gerade im Deutschen nicht, ich denke, ihr versteht alle, dass es mir Leid tut! Ein bisschen liegt es daran, dass zwar enorm viele gute Sachen passiert sind, die ich aber öffentlich noch nicht breittreten darf. Zum größten Teil liegt es aber an meiner persönlichen Faulheit. 😉

Kommen wir aber mal dazu, was ich in der Zeit nach Wacken so alles gemacht habe. Im August und September war das vor allem: Arbeiten im Café. Oder auch Kuchen schubsen, wie mein Chef immer so treffend sagt. Im Sommer kommt da natürlich noch Eisbecher machen und massenweise Geschirr spülen dazu. Man ist sich ja zu nichts zu schade. 😉

Ende September war dann das Ju Jutsu Herbstseminar in Helpup. Ach, das war großartig. Mein besonderer Liebling war ja die Einheit „Selbstfaller mal anders“, wo ich eine liebe Kollegin nach knapp 4 Jahren gemeinsamem Training endlich davon überzeugen konnte, dass Tomoe-Nage gar nicht soooo sehr wehtut. Hah! Spezielle Erfahrung in Didaktik, würde ich sagen. 😀

Und dann, nicht zu vergessen, war ich diesmal selbst zumindest Assistenzdozentin. Bei den zwei Iaido-Einheiten nämlich. Oh, war das gruselig. Ich mag ja innerlich die größte Rampensau sein, wenn ich mich dann wirklich vor eine Menschengruppe stellen soll, geht mir regelmäßig das Hinterteil ordentlich auf Grundeis, mir wird schlecht und alles, bloß weil ich so nervös bin. Außer bei Iaido-Prüfungen, interessanterweise. Die machen mir gar nichts mehr aus. Um so interessanter, dass ich so unsicher werde, wenn ich die gleiche Sache Leuten erklären soll, die überhaupt keine Ahnung davon haben. Am Ende hab ich mich allerdings schon ziemlich cool gefühlt, und ich würde es definitiv wieder tun. Soviel dazu. 😉

Was das Schreiben betrifft: Auch da ist viel passiert, aber wie gesagt: Über die wirklich interessanten Dinge hier nur nebulöse Hinweise streuen, bis alles in trockenen Tüchern ist. Also nur so viel: Für die Feen sieht es derzeit sehr, sehr gut aus. Und in ein paar Wochen, wenn die Verlagsvorschauen online gehen, darf ich endlich das wunderschöne Cover rumzeigen, das meine Vampire verpasst bekommen haben. 😀 Die Ruinen wachsen derweil natürlich auch ständig weiter, auch wenn wir uns zur Zeit ein bisschen annörgeln. Aber das wird schon wieder.

So oder so, ich werde mir Mühe geben, mein Blog mal wieder mehr auf dem Radar zu haben. Bald ist ja auch November, der NaNoWriMo kommt, und ich habe mich tatsächlich breitschlagen lassen, mich dann mal spontan an den Zwillingen zu versuchen. Was dabei rauskommt – wir werden sehen. Bis dahin, machts gut und lauft mir nicht weg!

Workaholic

Veröffentlicht: 21. Juli 2010 in Kampfkunst, Reich und berühmt, Schreibtischtäter

Die letzten Tage hat mein Internet gestreikt. Es war nicht richtig kaputt, aber es hat mich mit hinterhältiger Lästigkeit in ziemlich kurzen Abständen aus der Verbindung gekickt, so dass ich nichts richtig tun konnte. Außer, mit etwas Glück, ab und an eine Mail oder einen Forenbeitrag im Zirkel zu lesen. Weil das echt schnell echt nervig war, habe ich den PC letztendlich die meiste Zeit einfach ausgelassen – und man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Zeit man plötzlich hat. Ich habe sooo viel an den Ruinen geschrieben, es ist der Wahnsinn. Über 150 Normseiten sind es jetzt, und der erste Abschnitt der Geschichte liegt hinter mir. Natürlich, zum großen Teil habe ich das auch der Tatsache zu verdanken, dass wir diesen Teil damals schon mal geschrieben hatten, die Sophie und ich. Vieles habe ich übernommen, vor allem den Szenenablauf und -inhalt im weitesten Sinne. Ich musste also wenig komplett neu schreiben und hatte eine echt gute Grundlage, um wie eine besengte Sau durchs Skript zu rasen. Ab jetzt wird es langsamer gehen, jetzt habe ich keine Vorlage mehr.  Dafür kommt jetzt der Teil, auf den ich eigentlich schon die ganze Zeit gewartet habe. 😀

Was mich besonders freut ist, dass meine Agentin diesen ersten Teil trotz markttechnischer Skepsis als Urlaubslektüre angefordert hat. Wegen der Schwerter. Weil ich sie nämlich, bei ihrem Besuch vor kurzem, mit dem Iaido-Virus infiziert habe. Jetzt will sie auch Iaido lernen, und der Held ihres nächsten Romans auch. *grins* Ich bin wirklich gespannt, was sie sagt. Und auch, was die anderen geneigten Betaleser sagen. Vor allem die Sophie. Das ist das Wichtigste. Wenn es ihr gefällt, dann ist alles andere schon fast egal, denn dann gefällt es uns beiden, und das ist schon genug Grund, diese Geschichte endlich aufzuschreiben. 🙂

So oder so gibt es jetzt erstmal eine Leseprobe. Und dann mache ich mich daran, die Unterlagen für die Künstlersozialkasse auszufüllen. Tatendrang deluxe. Könnte mir schlimmeres vorstellen. 😉