Archiv für die Kategorie ‘Stöcke und Steine’

Ich rede in letzter Zeit so viel von Vampiren. Von denen, die erscheinen, von denen, an denen ich schreibe … dabei gibt es ja noch so viele andere Geschichten in meinem Kopf. Die kommen alle ein bisschen kurz im Moment, was schon schade ist. Und manche müssen auf sehr unbestimmte Zeit verschoben werden. So auch meine Seelensplitter, die ja vom Konzept her noch ganz frisch sind – aber weder meine Agentin noch meine zwei Lieblingstestleser so recht überzeugen konnten. Ich werde diese Geschichte also vorerst nicht schreiben. Und eigentlich sollte ich erleichtert darüber sein, denn ganz ehrlich: Wo um alles in der Welt hätte ich die Zeit dafür hernehmen sollen, zwischen Vampiren und Obsidianstadt und Geisterwolf und einer noch ungeborenen Idee fürs nächste Jugendbuch, mit den Zwillingen und den japanischen Dämonen im Hinterkopf, die angefangen aber nicht beendet sind? Stattdessen macht es mich aber traurig. Die Idee war so lebendig, hat mich so mitgerissen wie es schon lange keine Idee mehr geschafft hat. Ich mag die Atmosphäre, die die Gedanken an diese Geschichte in meinen Kopf malen, ich mag Aidan und Kyra und Mats, die schon mit so klaren und individuellen Stimmen sprechen, ich mag es, wie ich bloß einen kleinen Gedanken anstupsen muss, damit eine ganze Ideenlawine losgeht. Damit ist jetzt erstmal Schluss. Und ich will ja auch nicht jammern, ich bin wirklich glücklich über meine Projekte und alles, was demnächst auf mich wartet. Aber diese Idee, die hab ich wirklich geliebt, und mein Bauchgefühl dafür war echt richtig gut. Es ist komisch, nicht drauf zu hören, wie ich es sonst immer getan habe. Es tut weh, das loszulassen, wovon ich selbst so überzeugt bin. Aber meine Agentin sagt, ich soll nicht so ein Spring-ins-Grün sein, wir müssen erst mal meine Verlage bedienen, und wie man es dreht und wendet, ein Jugendbuch ab 12 werden die Seelensplitter sowieso nie im Leben. Und dass mein nächstes Buch nach den Vampiren ein JuBu für Mädchen 12+ wird, daran führt kein Weg vorbei. Was danach kommt – wer weiß? Für heute beweine ich jedenfalls ein bisschen meine Splitter. Und versuche dann noch ein bisschen zu arbeiten. Und vielleicht finde ich die Idee ja in ein paar Wochen selber doof. Auch wenn ich nicht weiß, ob ich das hoffen soll.

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Gestern habe ich tatsächlich noch ein bisschen was geschrieben. Zwar keinen Großbrand mehr gelegt, aber doch immerhin ein Gehirn zu Mus geschmurgelt. Realistisch betrachtet, ist der Großbrand auch noch viel zu weit weg, als dass ich ihn gestern hätte schaffen können. Heute vielleicht. Oder morgen. Egal. Hauptsache, es geht ein bisschen voran.

Heute habe ich allerdings nicht so arg viel Zeit fürs Schreiben – ich muss nämlich ins Café, zum Arbeiten. Seit meiner Genesung zum ersten Mal wieder. Wäre ja im Prinzip auch kein Problem, ein bisschen Geld nebenher schadet ja auch nicht. Wenn ich nur nicht bloß immer noch so schnell kaputt wäre. Wenn ich nicht wüsste, dass die Sonntagnachmittage zur Zeit immer echt stressig sind im Café. Und wenn meine Lunge endlich einsehen würde, dass ich wieder gesund bin. Ich huste zwar kaum, aber ich hab seit Tagen so ein blödes Gefühl von Kurzatmigkeit, so als bräuchte es immer eine Extra-Anstrengung um richtig durchzuatmen, als würde ein normaler Atemzug meine Lunge nicht richtig voll machen. Das ist nervig und trägt nicht gerade dazu bei, dass ich mich richtig wohl fühle.

Aber wer weiß, vielleicht hilft es ja, mal wieder richtig in Schwung zu kommen. Vielleicht muss mein Körper auch bloß mal merken, dass es jetzt vorbei ist mit der Rumhängerei. Sonst komme ich nie wieder richtig auf Trab. Mal sehen. Ich werde berichten, wie es mir ergangen ist.

Ja, ich weiß. Die 16 fehlt. Aber das ist diesmal nicht meine Schuld, und auch nicht die irgendwelcher Mikroben, sondern es war ein technisches Problem. Und zwar wollte ich mich eigentlich gestern triumphal wieder zurückmelden, verkünden dass ich wieder schreibe. Aber dazu musste ich erstmal wirklich etwas schreiben, und bis ich wenigstens ein paar Wörter zusammen hatte, hat es dann doch gedauert. Dann musste ich aufs Sofa, ausruhen, dann Kaffee trinken mit meinen Eltern – und dann war das Internet alle. Also, nicht ganz, aber es hat jedes Mal ewig und drei Tage gedauert, bis eine Seite aufgerufen war, jeder Klick hatte nur mit schier unendlicher Verzögerung den gewünschten Effekt, und ganz ehrlich, ich hatte ziemlich schnell keine Lust mehr. Also habe ich mir erlaubt, gestern Abend ganz gemütlich etwas Hirnverdummung zu betreiben und melde mich eben heute zurück. Mit dem wahnsinnigen Plan, heute die Bauarbeiten an den Vampiren endlich abzuschließen, damit ich den ersten Teil von Band II endlich zu einem Ende bringen kann. Damit ich endlich wieder über Red schreiben darf, und über Kris und Chase, auch wenn das bedeutet, dass ich Ceddi und Frei vorerst verlassen muss.

Oh, und der Entwurf für die Weihnachtsgeschichte. Texte für meine Homepage. Ist echt sooo viel liegengeblieben. Schrecklich. Mal sehen, wie viel ich schaffe, ehe ich wieder kaputt bin.

18 – Aus dem Loch gekrabbelt

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Stöcke und Steine

Ich sags gleich zu Anfang: Ich machs nicht. Die verpassten Tage nachholen. Also, für jeden verpassten Tag einen Eintrag schreiben, damit der Countdown keine Lücken hat. Das wäre wirklich albern, und vor allem anstrengend, und die Kraft kann ich anderswo wirklich sinnvoller einsetzen. So ganz auf der Höhe bin ich nämlich immer noch nicht wieder – um ehrlich zu sein, weit davon entfernt. Ich will das auch gar nicht so auswalzen, es sei nur folgendes gesagt: Die letzten Tage und vor allem die Nächte waren katastrophal, ein einziger Krampf. Jetzt, wo das Fieber endlich runter ist, bin ich in Reha-Kur bei meinen Eltern und habe eine Woche weniger Zeit, um meine Weihnachtsgeschichte zu entwerfen – nur noch bis Freitag nämlich – während mein Kopf immer noch nicht wieder so richtig mitspielen will. Alles in allem fühle ich mich also ziemlich doof, aber die Sonne scheint wenigstens wieder … und ich fühle mich nicht mehr vollkommen fremd in mir selbst.

Und ein bisschen tröstet mich auch der Gedanke, dass während meiner Zwangsauszeit ganz leise der Counter unter 20 gefallen ist – und es so jetzt wirklich und ganz in echt überhaupt nicht mehr lange dauert, bis ich mein aller- allererstes eigenes Buch in der Hand halte. Das macht glücklich und gibt Kraft. Für Blogeinträge. Für Weihnachtsgeschichten. Und hoffentlich bald auch wieder für Vampire.

Ich halt euch auf dem Laufenden.

Eigentlich wollte ich gestern Abend noch in aller Ruhe mein Pensum schreiben. Ich hatte vor dem Iaido schon ein bisschen rumgewerkelt am zuletzt geschriebenen Text, ich hatte gute Ideen, ich hab mich drauf gefreut. Vor allem, weil nach dem Iaido das Schreiben immer ganz besonders gut läuft. Normalerweise.

Ich bin also guter Dinge zum Training gefahren – und kurz nach Trainingsbeginn sagte ich noch scherzhaft zu meinem Lehrer: „Irgendwie fühl ich mich heute so eckig!“ Solche Tage gibts ja.

Aber ab der zweiten Trainingshälfte fühlte ich mich dann von Minute zu Minute komischer. Leichte Gliederschmerzen, dumpfes Gefühl im Kopf, und mir war so unnormal warm … Nach Hause bin ich schließlich mehr geschlichen als gegangen, und das Fieberthermometer hat mir meine Befürchtungen bestätigt: 38° Fieber. Für ein Kaltblut wie mich, wo die normale Körpertemperatur zwischen 35,9° und 36,2° liegt, ist das schon ganz ordentlich. Dementsprechend bin ich dann gestern auch nur noch ins Bett gegangen. Nichts schreiben, nichts gar nichts. Und heute, heute ist es nicht wesentlich besser. Ich sitze gerade 10 Minuten am Rechner und fühle mich schon wieder total gebügelt. Blöde Situation, ehrlich – mir geht es schlecht genug, dass ich nichts machen kann, außer Liegen und Dösen, andererseits aber auch wieder gut genug, dass ich gern etwas anderes machen würde. Mein Kopf ist wach, so lange ich liege und mich nicht bewege. Sobald ich was anderes versuche, bin ich gleich schon wieder am Ende der Fahnenstange.

Tja. Ich leg mich dann mal wieder hin. Und hoffe, dass es morgen besser ist.

Heute war ich mal wieder in der Stadt, um mich um einen Büchertisch für meine erste Lesung zu kümmern, die Mitte März im Café, wo ich auch arbeite, stattfinden soll. Oder, um es zumindest zu versuchen. Denn obwohl wir ja zwei Thalia-Filialen in Bielefeld haben, war keine von beiden bereit, für einen Donnerstag Abend einen Mitarbeiter freizustellen. Was ich enorm schade finde. So brüsk abgewatscht zu werden, das war nicht angenehm, und ich habe mich im Nachhinein geärgert, dass ich hingefahren bin statt einfach anzurufen. Werde ich auch einfach nochmal machen. Morgen. Weil, ich habe mir nämlich die Durchwahl von der Zuständigen für Belletristik geben lassen, nachdem ich im größeren Thalia immerhin nur ein „Mjaaaa ich glaube eher nicht …“ zur Antwort erhalten habe. Ansonsten wäre da noch die Buchhandlung in der Uni und die kleine am Siggi, wo ich nachfragen könnte. Das Schlimme ist ja, es waren keine „An dem Termin nicht“-Antworten, sondern eher so „Eigentlich lieber gar nicht“-Antworten. Und das ist irgendwie frustrierend, wenn nicht mal die Buchhandlung in der Heimatstadt einen Büchertisch für die Lesung machen will … Seufz. Aber noch gebe ich nicht auf. Wär ja auch noch schöner. Morgen fahre ich in die Uni. Da kann ich bei er Gelegenheit auch gleich Schweinebraten im Westend essen. Hab ich lang nicht mehr gemacht. 😉

Selbst und ständig

Veröffentlicht: 14. Juli 2010 in Reich und berühmt, Stöcke und Steine

Ich sage nur ein Wort: Geschafft. Soweit zur Kurzfassung. Wer näheres wissen will, möge bitte weiterlesen. 😉

Gestern war ein sehr fleißiger und sehr erfolgreicher Tag – auch wenn alles ein bisschen glatter hätte laufen können, um weniger zeitraubend und anstrengend zu sein. Aber das ist meiner eigenen Trotteligkeit zu verschulden, und deswegen darf ich nicht jammern.

Ich bin also zeitig aufgestanden und in die Uni gefahren, im Gepäck meinen USB-Stick und die Unterlagen fürs Finanzamt. Auf dem USB-Stick war der Businessplan, den ich für das Gespräch mit dem IHK-Mann ausdrucken wollte, und die Finanzamt-Unterlagen musste ich noch ausfüllen. Ich mache also den Ausdruck, hole die Unterlagen raus – und stelle fest, dass ich vergessen hatte, den Zettel, auf dem ich meine Steuer-Identifikationsnummer notiert hatte, mitzunehmen. Um noch mal nach Hause zu fahren, war vor dem Termin bei der IHK keine Zeit mehr, also bin ich erstmal dorthin. Der IHK-Mann war dann auch genau so nett, wie er am Telefon geklungen hat, und er hat keine einzige Sekunde bei mir die Angst aufkommen lassen, er könnte diese Stellungnahme vielleicht nicht unterzeichnen. Im Gegenteil war er sehr interessiert und hilfsbereit.

Entsprechend motiviert bin ich also im Anschluss das Projekt „Finanzamt“ angegange: Nach Hause laufen, kurz ein Zwischenstands-Info-Telefonat mit meiner Ma geführt, Steuer-ID-Nr. eingetragen und losgelaufen zum Finanzamt. Auch dort bin ich an einen netten Menschen geraten, einen freundlichen älteren Herrn, der sehr viel Verständnis dafür zeigte, dass ich mit meiner Abgabefrist schon recht knapp dran war. Er hat mir also meine Steuernummer und den Wisch fürs Arbeitsamt direkt fertig gemacht. Erfolg Nr. 2 war damit auch verbucht.

Ich dachte also, ich hätte jetzt meine Unterlagen zusammen, und weil das Arbeitsamt vom Finanzamt nicht weit entfernt ist, wollte ich gleich rüberlaufen und die gesammelten Werke abgeben. Ein letztes Mal schnell auf Vollständigkeit überprüft … und voilá! Es scheint, als müsste ich mir meine Erfolge mit unnützer Lauferei verdienen. Ich hatte nämlich übersehen, dass der Businessplan, den ich mit dem IHK-Mann besprochen hatte, auch anschließend bei der Agentur für Arbeit vorliegen muss. Jetzt hatte ich aber nur einen Ausdruck gemacht, und den auch noch dem IHK-Mann geschenkt. Mist.

Na, dachte ich, zum Glück ist direkt in der Nähe vom AA ein Copy-Shop, dann lass ich es da schnell noch mal ausdrucken. Lief also hin – und da fiel mir auf, dass ich meinen USB-Stick in der Uni gelassen hatte. Also wieder in die Uni gefahren, dort gleich ausgedruckt, eingetütet und dann ENDLICH zum Arbeitsamt. Zum Glück habe ich auf dem Weg dorthin zwei liebe Freundinnen getroffen, die mir zum Trost ein Eis ausgegeben haben. 🙂

Na jedenfalls ist jetzt alles unter Dach und Fach, und ich – ich bin Schriftstellerin. Endlich. Und soooo glücklich!