Archiv für die Kategorie ‘Warten, warten, warten, war…’

Okay. Okay. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, man hätte mich nicht davor gewarnt, wie nervenzerfetzend es ist, auf eine Veröffentlichung zu warten. Aber dass es mich so mitnimmt – das hätte ich nicht gedacht. Da gingen die Spekulationen hin und her, ist das blöde Ding überhaupt schon irgendwo zu haben heute? Ist mein schöner Countdown nicht vielleicht doch zu kurz gewesen?

Nein, lautet die Antwort. Ich weiß von mindestens zwei Personen, die mein Buch heute schon in der Hand halten. Merke: Ich bin keine davon. Denn Thalia in Bielefeld hat es noch nicht, ich war da – habe sogar nachgefragt. „Kann ich jetzt auch nichts genaues sagen“, war die Antwort. „Wird dann wohl irgendwann im März kommen …“

Nein, das war nicht, was ich mir erhofft hatte …

Auch die Hoffnung, die Belegexemplare doch noch heute zu bekommen, ist schon fast völlig in diesem Jammertal versickert.

Fakt ist: Das Buch ist raus. Es ist E R S C H I E N E N. Ich fasse das nicht, kein Stück. Vor allem, weil ich gerade das Gefühl habe, dass es ohne mich passiert. Und ganz ehrlich: Ich könnte wild rumhüpfen wie Rumpelstilzchen deswegen. Ich will dieses Buch! Jetzt! Ist doch grausam, die Autorin bis zum Schluss warten zu lassen! Oder?

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Gestern habe ich mit meiner Agentin telefoniert. Sie sagte, es ist normal, dass man so drei Wochen um die erste Veröffentlichung rum nichts mehr auf die Reihe bekommt. Erst, weil man nichts mehr machen kann außer warten, dass es endlich endlich endlich da ist – in dem Stadium bin ich gerade.

Und dann stehen mir laut meiner Agentin mindestens zwei Wochen Glückseligkeit bevor, in der man auch nur im Netz rumhängt und nach Feedback jippert. Und ja, ich fürchte, genau das werde ich tun. Und auch weiterhin zu nichts zu gebrauchen sein.

Aber ich hoffe, wenigstens das Schreiben funktioniert im euphorischen Rausch der nächsten Woche wieder. Es muss. Denn in der dritten Märzwoche ist die Deadline für die Weihnachtsgeschichte. Und im Mai müssen die Vampire fertig werden. Also, tut mir den Gefallen: Erinnert mich daran, dass ich schreiben muss. Egal, wie glücklich ich nächste Woche bin. 😉

Morgen. Morgen, morgen ist es soweit! Der Tag X …

Heute war ich mal als Gast in dem Café, wo ich fast jeden Sonntag hinter der Theke stehe und Kuchen schubse. Normalerweise ist das ja nicht mein Ding, mich irgendwo hinzusetzen, wo ich normalerweise arbeite. Aber diesmal gabs einen guten Grund: Nämlich die Organisation der Lesung aus meinen Vampiren, die am 17. März dort stattfinden soll. Eine Stunde lang habe ich mit meiner Chefin verschiedene Dinge bequatscht, von Eintrittspreisen über Deko bis zu zeitlichem Ablauf. Und nun freu ich mich so richtig drauf – auch wenn ich schon jetzt das große Nervenflattern bekomme, wenn ich nur dran denke. Aber ich bin sicher, dass es richtig, richtig schön wird. Wir werden die Tische ein bisschen umstellen und Stehtische dazunehmen, damit wir im vorderen Bereich für ca. 60 Leute Platz bekommen. Die Veranstaltung wird 5,-€ Eintritt kosten, inklusive einem Glas Sekt und Weingummivampiren auf den Tischen. Es wird Vampirdeko geben, Fledermäuse oder sowas, und natürlich einen Büchertisch. Ich lese ca. eine Stunde lang, danach kommt noch eine kleine Fragerunde. Nun muss ich nur noch sehen, dass ich die ganzen Pressefuzzis kontaktiere, damit die Leute auch wissen, dass im Bürgerpark eine Lesung stattfindet.

Oh, und was mir auch noch fehlt: Die Entscheidung, welche Stelle ich lesen soll. Oder vielleicht mehrere kürzere Stellen? Haben die unter euch, die das Buch schon kennen, vielleicht irgendwelche Vorschläge? Ich weiß es wirklich nicht … Vielleicht das Urwald-Tagebuch? Das finde ich gelungen, aber es ist irgendwie nicht sehr repräsentativ für das Buch. Einfach den Anfang? Oder etwas aus dem zweiten Teil? Ein Stück aus dem ersten, ein Stück aus dem zweiten? Ach, ist das schwierig. Vielleicht fällt es mir leichter, wenn das Buch endlich bei mir ist und ich es durchblättern kann? Ich hoffe es. Und ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch zum Grübeln …

Es tut sich was in meinem Leben. Das habe ich heute mal wieder deutlich gemerkt, und es ist ein schönes Gefühl. Heute kam nämlich der Vertrag für die Obsidianstadt mit der Post, was mich sehr gefreut hat – auch weil es bedeutet, dass ich bald vermutlich endlich wieder Geld auf dem Konto habe, und das auch, wenn meine erste Staffel Selbstständigenförderung vom Arbeitsamt im März ausläuft. Weil ich jetzt zuversichtlich zum Amt gehen und die nächste Staffel beantragen kann.

Ansonsten habe ich heute ein paar formelle Dinge erledigt, Mails geschrieben, aufgeräumt – und mich getraut, meine neueste Idee meiner Agentin vorzustellen. Weil, ich erwähnte es ja schon mal, ich nicht mehr ohne Warten und Zappeln kann. Nun hoffe ich nur, sie nicht zu nerven damit … manchmal komme ich mir vor wie ein Hündchen, das ständig irgendwelchen Müll anschleppt und dafür gestreichelt und gelobt werden will, egal was für Schrott es ist, denn ich selbst finde es ja ganz toll, was ich da ausgebuddelt habe. Uff. Aber mit ein bisschen Glück mag sie es ja vielleicht auch. Zumindest hoffe ich das. Die Meinungen, die ich bisher zu dieser Idee gehört habe, sind recht gespalten, reichen von langweilig und unoriginell über platt bis zu toll und superspannend und schön. Ich persönlich gehöre selbstverständlich zu letzterer Fraktion und hoffe, meine Agentin ebenfalls auf dieser Seite anzutreffen. Außerdem steht noch ihr Feedback zum Weihnachtsgeschichtenentwurf aus und … ach. Ich zappele einfach vor mich hin und bin wie immer nervös und ängstlich, dass sie doof finden könnte, was ich mir ausgedacht habe. Wie soll das erst werden, wenn sie die Vampire liest? Ich könnte jetzt schon wahnsinnig werden vor Nervosität. Ehrlich.

Da denke ich doch lieber daran, dass morgen mein Countdown in den einstelligen Bereich geht. Einstellig! Das ging plötzlich so schnell! Jeden Tag könnte jetzt so ein bestimmtes Paket hier eintreffen … ah, ja. Ihr merkt. Beruhigungsversuch ist fehlgeschlagen. Was also tun? Ein Whisky, vielleicht. Zum sedieren. Gedanken betäuben. Und dann einfach mal schlafen.

Das wird vermutlich das beste sein.

So hat mich mein erster Freund immer mal genannt. Nicht sehr nett, und ich hab es ihm auch echt übel genommen, das könnt ihr mir glauben. Aber es gibt so Tage, da muss ich zugeben, er hat nicht völlig Unrecht gehabt damit. Zum Beispiel habe ich mir heute mit viel gutem Willen einen Zeitplan für den Tag erstellt. Mit großzügigen Pausen und allem drum und dran. Aber was ist?

Genau. Nichts ist.

Ich habe den Tag damit verplempert, rumzuhängen und unmotiviert in meinen Vampiren herumzulesen. Mir vorzustellen, wie es wohl weitergeht, in dem Bewusstsein, dass ich mir noch so viel ausdenken kann, schreiben tut es sich davon nicht. Habe meine Homepage-to-be bewundert und mir ausgemalt, wie cool es sein wird, wenn da nicht mehr nur Lorem Ipsum steht. Aber, natürlich trotzdem keinen richtigen Text dafür geschrieben. Nur sehr intensiv darüber nachgedacht, dass ich es ja tun könnte. Nicht mal richtig prokrastiniert habe ich heute, ich habe einfach … gar nichts gemacht. Also wirklich. Ich könnte nicht sagen, womit ich meine Zeit heute so wirklich rumgebracht habe. Oh, richtig. Ich habe darauf gewartet, dass es an der Tür klingelt, weil vielleicht der Paketdienst meine Belegexemplare bringen könnte, obwohl es dafür wohl noch ein bisschen früh ist. Suppe gegessen, Kakao getrunken. Und mich geärgert, dass ich immer noch nicht richtig Luft bekomme.

Tja. Zum Glück kann man als Mensch ja fast unendlich oft neu anfangen. Nochmal versuchen. Und versuchen, morgen mehr rauszuholen aus dem Tag. Drückt mir die Daumen, dass es klappt!

Zugegeben, es ist mir nicht neu. Diese Sache mit dem Erstverkaufstag, meine ich. Ich kann hier ja darauf hinzählen, wie ich will, aber letztendlich ist dieses Datum, das da im Programm steht, nur eine ungefähre Größe – denn wenn auch das Buch am 25. Februar seinen Weg in die Buchhandlungen antritt, ist es doch sehr wahrscheinlich nicht schon gleich am 25. Februar überall auf den Verkaufstischen zu finden (wenn das bei so einem süßen kleinen Taschenbuch überhaupt jemals der Fall sein wird ;-)). Die Chance ist höher, dass es nach und nach in die Läden tröpfelt. Warum das so ist, dazu gibt es heute einen interessanten Artikel im buchreport.

Mir ist das aber, ehrlich gesagt, ziemlich wurscht. Ich zähle weiter munter meinen Countdown, und meine Belegexemplare werden ja vermutlich sowieso ein paar Tage früher eintreffen, und ob ich jetzt eine Woche früher oder später in die Bestsellerlisten einsteige – da wollen wir mal nicht pingelig sein. 😉

In dem Sinne: Noch 37!